Apfelblüte im Garten von Lia Gebauer
Apfelblüte im Garten von Lia Gebauer

 

Pflanzentauschbörse im Frühjahr

 

Für Sonntag, 22. April hatte der Obst- und Gartenbauverein Bensberg zur Pflanzentauschbörse nach Moitzfeld eingeladen und die Zeitungen hatten im Vorfeld vielfältig und auffällig für diese Veranstaltung geworben.

Bei sonnigem Wetter und fast blauem Himmel fanden über 40 interessierte und tauschwillige Gartenfreunde den Weg nach Moitzfeld und machten die Veranstaltung zu einem großen Erfolg. Treffen, Tauschen und Quatschen – in der Zeit von 14.00 bis 15.00 Uhr standen die bereitliegenden Pflanzen und die Gärten im Focus der vielen Besucher. Als gegen Ende das angekündigte Gewitter drohte und die ersten Regentropfen fielen, packten alle beim Abbauen mit an. Im Nu waren die Bierzelttische abgeräumt, abgebaut und wieder im Gerätehäuschen der Dorfgemeinschaft Moitzfeld verstaut. Es war ein schöner Tauschtag!

Die Pflanzentauschbörse auf dem Dorfplatz ist eine Veranstaltung vom Obst- und Gartenbauverein Bensberg und sie ist (auch) für unsere Mitglieder gedacht. Vom OGV Bensberg für den OGV Bensberg. Leider waren es von den über 40 Gartenfreunden nur sieben Vereinsmitglieder.

 

 

Am 10. April 2018 hielt unser Mitglied Eilert Ohrt einen Vortrag
 über „Wünsche und Nöte von Obstbäumen“.

Möchte man einen Obstbaum pflanzen, so sucht man im Oktober einen geeigneten Standort aus. Der Boden sollte locker sein und über viel Feuchtigkeit, aber keine Nässe verfügen. Der Baum sollte vor Wind und Frost geschützt sein.

Einpflanzen

Das Pflanzenloch sollte im Durchmesser größer als der Ballen sein und zwei Spatenstiche tief ausgehoben werden. Tipp: die beiden Aushubeder ersten Spatentiefe legt man rechts und die der 2.  links neben das Loch. Dann setzt man zunächst einen Pfahl, an dem der junge Baum dann angebunden wird. Danach wird der Pflänzling dessen Ballen 1 bis 5 Stunden gewässert wurde, in das PflanzLoch und füllt die Erde der tieferen Lage, angereichert mit P- und N-haltigem Dünger auf das Wurzelwerk. Es ist darauf zu achten, dass die Veredelungsstelle nach dem Auffüllen mit der Erde der ersten Spatentief, die mit Stallmist, Hornspänen oder Kompost verbessert wurde, mindestens eine Handbreit über der Oberfläche bleibt. Nach dem Andrücken sorgen ca. 10 l Wasser für einen guten Kontakt der Wurzen mit der Erde..

Pflege

Der Erziehungsschnitt erfolgt im Frühjahr.Dazu wird der Zentraltrieb auf 5 – 7 Augen eingekürzt und die Seitentriebe so um ca. 1/3 eingekürzt, dass alle möglichst dieselbe Höhe haben ( Saftwaage). Auch wenn er blüht und Früchte ansetzt, sollte man die Ansätze im 1. Jahr entfernen; dennder junge Baum soll nicht sofort  tragen, sondern erst eine gesunde Krone aufbauen.

Nachdem Eilert über die Bestäubung und Befruchtung der Blüten gesprochen hatte, war die Hauptaussage, dass alle unsere hochgezüchteten Kernobstarten und die Süßkirschen selbst unfruchtbar sind; d.h. keine Blüte kann mit dem eigenen Pollen befruchtet werden.

Am Beispiel einiger Apfelsorten wurde dann gezeigt, wie sich die Früh-, Mittel- und Spätblüher gegenseitig befruchten können. In jedem Fall gehört zu einem frisch gepflanzten Baum ein Befruchter, sei es im eigenen oder im Nachbargarten.

Den Apfelbaum

gibt es in allen Kulturen und so vielen verschiedenen Züchtungen, dass ihre Zahl heute nicht bekannt ist. Sehr bekannt ist bei uns der Boskop; sehr genügsam in den Ansprüchen an die Bodenqualität aber sehr frostempfindlich. Dagegen ist der Jonathan anspruchsvoll, aber frosthart. Aus Eilerts Garten wurden noch: Berlepsch, Cox-Orange, Elstar, Goldparmäne, Jona Gold und Ontario genannt, die sie gut gegenseitig unterstützen.
Für eine eigene Pflanzung sollte unter Angebe des Standortes und der Bodenverhältnisse am besten ein gute Baumschule befragt werden.

Stellvertretend für alle anderen Obstbäume behandelte der Referent am Apfelbaum die möglichen Schadformen. Zu den meisten bei0enden und saugenden Schadlingen ist kaum eine allgemeine Regel aufzustellen, weil die erlaubten und wieder verbotenen Hilfsmittel von Behördenseite allzu häufig wechseln.
Lediglich die Empfehlung, vor dem Aufbrechen der Blüte mit Weißöl zu spritzen und im Herbst Leimringe anzubringen oder auch Wellpappgürtel im Sommer um den Stamm zu binden, konnte gegeben werden. Letztere sind häufiger zu vernichten und zu erneuern, weil sich in den Hohlräumen die Ungeziefer verkriechen.

Als Vertreter pilzlicher Erkrankungen wurde der häufig auftretende Mehltau angesprochen. An Obstgehölzen, Sträuchern und einigen Getreidearten tritt bei sommerlich, warmer und trockener Witterung der echte Mehltau auf. Auch Erdbeeren und Gurken werden befallen. Vom Wind werden die Sporen auf das Blattwerk getragen, wachsen in die Oberfläche hinein und zerstören alle Zellen. Dann treten die neuen Sporen als wei0er Belag auf beiden Seiten des Blattes wieder aus.
Die Schwefelempfindlichkeit des echten Mehltaus wird in Großanlagen durch Spritzungen genutzt, empfiehlt sich aber für den Garten nicht, weil auch viele Kulturpflanzen S-empfindlich sind. 
Demgegenüber  wird der falsche Mehltau bei schwüler feuchter Witterung beobachtet. Bei schlecht abtrocknenden krautigen Pflanzen und Gemüsearten treten die Sporen in die Atmungsöffnungen der Blätter ein und zerstören die Zellen. Die Blätter verfärben sich gelblich und werden mit den austretenden Sporen nur auf der Unterseite mehlig weiß. Als Maßnahme hilft nicht zu enges Pflanze, damit die Blätter schnell trocknen können.
Als weitere Pilzerkrankung muss der Schorf gesehen werden. Die Sporen befallen die Blätter, gehen dann aber auf die Früchte über. Von Schorf befallene Bereiche der Frucht wachsen aber nicht mehr weiter, sondern trocknen ein. Beim Weiterwachsen des übrigen Fruchtkörpers, reißen dann die kranken Bereiche auf und bieten Fäulnisbakterien die Eintrittspforten.
Inzwischen breitet sich auch die Monilia weiter aus und befällt immer mehr Pflanzenarten. Sie wird von bestäubenden Insekten von Blüte zu Blüte übertragen und wächst über den Stängel bis ins Holz. Die Triebe vertrocknen und hängen müde herab. Auf größeren Früchten Zeigen sich gelblich-rotbraune Sporenlager als Flecken. Alle Monilia-Erscheinungen müssen bis ins Holz entfernt und im Müll vernichtet werden (auch bereits geerntete Kellerfrüchte).
Auch der Obstbaumkrebs ist eine pilzliche Erkrankung. Die Sporen dringe über Rindenwunden ein und erzeugt Wucherungen an der Schadstelle. Diese müssen bis ins gesunde Holz ausgeschnitten und mit Baumharz (besser spezielle Tinkturen aus der Baumschule) verschlossen werden.

Schlimmer als der Pilzbefall sind die Viruserkrankungen.
Die Viren, Mikropartikel  aus Eiweiß, haben keinen eigenen Stoffwechsel. Sie können sich nur in Zellen wirklicher Lebewesen vermehren. Ihr Krankheitsbild sind Verfärbungen, verkümmerte Triebe und Früchte. Befallene Äste müssen komplett entfernt werden. Sind bereits mehrere Äste befallen, muss der Baum gerodet werden; denn Virenbefall ist nicht heilbar.

Ähnlich schlimm sieht es beim Befall mit Bakterien aus.
Einer der häufigsten Vertreter ist der Feuerbrand. Seit ca. 10 Jahren von Nordamerika nach Europa übertrage. Er befiel hauptsächlich Weiß-, Feuer-  und  Christdorn; heute auch Birne, Quitte und Äpfel.
Auch ein solcher Befall ist nicht heilbar und ist sogar beim Pflanzenschutzamt meldepflichtig.


Birnbaum

Birnen sind besonders für Diabetiker geeignet (mehr Fruchtzucker als Traubenzucker). Als Sorten wurden Alex Lucas, Clapps Liebl, Conference, Gellerts Birne, Gute Luise und Williams Christ  in einer Tabelle gezeigt. Auch hier wurden die Blütezeiten Betont. Birnbäume sind selbst auch nicht fruchtbar, aber gegenseitig gute Bestäuber.
Besonders anfällig sind sie gegen den Birnengitterrost (Pilz). Seine Sporen befallen die Blätter und erzeugen wachsende braune Flecken. Auf deren Unterseite entstehen bilden sich neue Sporenkapsel, die im Herbst aufbrechen. Die Sporen überwintern dan im abfallenden Laub, doch überwiegend auf bis zu 300 m entfernten Wachholderpflanzen. Daher ist bei der Pflanzung auf die Gewächse der Nachbarschaft zu achten und alles Falllaub unter dem Baum in den Müll zu entsorgen.
Gegen die Schäden durch Birnenschorf ist auf ausreichend Feuchtigkeit während der Sommermonate zu achten.

 

Die Süßkirschen

Lassen sich allgemein in zwei Gruppen: die Herz – und Knorpelkirschen einteilen. Die Herzkirschen haben eine sehr frühe Blütezeit und folglich frühe Frucht. Die meist hohen und  wuchtigen Bäume wachsen auf fast jedem Boden, bringen aber der Bodenqualität entsprechende Ergebnisse. Wegen der frühen Fruchtreife fallen die Vögel sehr gern über diese her.
Knorpelkirschbäume blühen und fruchten später. Deshalb ist hier die Ernte mehr uns Menschen vorbehalten.
Auch wenn Süßkirschen überall angebaut werden können, bevorzugen sie einen warmen Standort, guten Boden und gleichmäßige Feuchtigkeit.
Auf keinen Fall dürfen aber  „nassen Füße“ bekommen. Staunässe führt zu der  Krankheit de „Blutflusses“. Eine harzähnliche Substanz tritt dann an den Astachseln oder an Rindenverletzungen aus, die aber nicht trocknet und dem Ungeziefer zur Nahrung dient. Ein Ausschneiden bis ins gesunde Holz bringt keine wirkliche Heilung.

 

Sauerkirschen

Als Arten unterscheidet man die Morellen und die Amarellen. Beide können sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten gedeihen
Für uns spielen die Morellen, die einen aromatischen aber färbenden Saft haben die größere Rolle, während die auch aromatischen nicht färbenden Amarellen hauptsächlich in der Verarbeitung ihren Platz haben.
Die Sauerkirschen sind zum großen Teil selbst fruchtbar. Sie tragen sehr reich und regelmäßig. Da sie aber am einjährigen Trieb fruchten, neigen sie schnell zu Langrutenbildung. Deshalb müssen sie zur Verjüngung  Jährlich geschnitten werden.
Dazu im 3-jährigen Rhythmus 1/3 der Ruten entfernt.

 

Unter dem Oberbegriff Prunus (Pflaume=

Werden diverse Pflaumenzüchtungen,, Zwetschgen, Mirabellen und Reineclauden zusammengefasst. Im Vergleich zu Äpfeln und Birnen sind sie bis auf wenige Ausnahmen widerstandsfähiger, was die Standort und die Frostempfindlichkeit betrifft.
Sie sind teils selbstfruchtbar, unterstützen sich aber von Sorte zu Sorte. Ohre Pflanzzeit liegt mit Anfang November am spätesten.

Pfirsichen

sind die „Mimosen“ unter den Obstbäumen. Sie benötigen einen warmen Standort und Schutz gegen Frost. Weil zu befürchten ist, dass das junge Bäumchen die Winterkälte nicht übersteht, werden Pfirsichsetzlinge im Frühjahr gepflanzt. Die optimale Baumform für Pfirsiche ist das Spalier oder die Hohlkrone. Das führt beim Spalier zu einer Fächerform. Für die Hohlkrone wird im 2. Jahr der Zentraltrieb auf die Höhe der Seitenäste zurück genommen, so dass diese hauptsächlich ernährt werden. Eine empfehlenswerte Züchtung ist die Sorte: „Der Kernechte  vom Vorgebirge“. Diese Sorte ist recht beständig gegen die Hauptkrankheit („Kräuselkrankheit“) aller Pfirsiche. Befallene Triebe werden vorsichtig herausgeschnitten; doch ist dem Vortragenden kein Schutzmittel bekannt.                                    
Die Pflanze kann nur im Herbst durch Übergießen mit einer Brennessel- oder Schachtelhalm-Jauche gestärkt werden.

Quitten

Sie wächst auf lehmigem wie auf magerem Boden, ist leicht frostempfindlich, aber sonst der pflegeleichteste Obstbaum. Sie wird im März bis April gesetzt. Zwei Unterlagen zur Veredelung haben sich bewährt: die Cydonia MA und die „Quitte Sido“ aus Frankreich. Die frühere Veredelung auf Weißdorn darf weg Feuerbrandgefahr nicht mehr angewendet werden. Die Quitte teigt große Sicherheit gegen Viren und Bakterien und ist sehr ertragreich. Je nach der Züchtung gibt es nach der Form Apfel- und Birnen-Quitten. Im Geschmack unterscheiden sie sich kaum.
Die Ernte erfolgt vor dem ersten Frost. Ist sie aber vom Frost überrascht, so holt man sie erst wieder bei wärmerem Wetter ins Haus, wo sie dann einen herrlichen Duft verströmen.

 

Eilert hielt einen tollen und interessanten Vortrag, erzählte frei, zeigte schöne Fotos und beantwortete all unsere Fragen.

Wir sind sehr stolz, dass wir ein solches Mitglied in unseren eigenen Reihen haben.

Herzlichen Dank, lieber Eilert, für diesen lebendigen und kurzweiligen Vortrag.

Lia Gebauer und Eilert Orth

 

 

 

„Obstbaumträume“ mit Eilert Ohrt                                            Dieter Roth

Zum einem weiteren Infoabend hatte der Obst- und Gartenbauverein Bensberg für  Dienstag, 10. April in die Gaststätte „Gaffel im Lindenhof“ in Moitzfeld eingeladen, diesmal zum Thema „WÜNSCHE UND NÖTE VON OBSTBÄUMEN“. Erfreulicherweise fand sich der Referent zu diesem Thema in unseren eigenen Reihen. Das Vereinsmitglied Eilert Ohrt erklärte sich bereit, diesen Vortrag für den OGV Bensberg zu halten und über das Thema zu sprechen.

Eilert hatte seinen Vortrag streng gegliedert und zeigte Fotos mit wichtigen Informationen oder Diagrammen über Beamer auf der Großleinwand. Und wer unseren Eilert kennt, der war nicht überrascht, wie lehrreich und umfangreich sein Vortrag war. Er konnte nicht alle Fragen der interessierten Zuhörer beantworten, war aber immer ehrlich genug, das dann auch einzugestehen und auf die Baumschule oder andere Fachleute zu verweisen. Aber alle 20 anwesenden Gartenfreunde staunten über das immense Wissen, seinen Drang und sein Vermögen, dass Wissen verständlich und einfach weiterzugeben.

Herzlichen Dank, lieber Eilert, für diesen lebendigen und kurzweiligen Vortrag. Wir sind sehr stolz, dass wir ein solches Mitglied in unseren Reihen haben.

 

 

 

Protokoll Jahreshauptversammlung                                               von Lia Gebauer / DR

Gaststätte „Gaffel im Lindenhof“  – Moitzfeld 27.März 2018

  1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden

Herr Dieter Roth eröffnete die diesjährige Hauptversammlung um 19.07 Uhr und stellte fest, dass die Einladungen fristgerecht verschickt worden war. An der Versammlung nahmen 40 Mitglieder und 4 Gäste teil, siehe Teilnehmerliste.

  1. Jahresbericht

Die Schriftführerin Lia Gebauer verlas den Jahresrückblick, in dem die Aktionen wie Vorträge, Ausflüge, Aktionen etc. des abgelaufenen Gartenjahrs aufgeführt waren. Pro Veranstaltung nahmen zwischen 8 (Stammtisch) und 63 (Advent) Mitglieder und Freunde des Vereins teil. Besondere Höhepunkte des letzten Jahres war unsere Tagesfahrt nach Dortmund ins Rosarium im Westfalenpark, die Offene Gartenpforte bei Familie Schotlysek, die Infoabende „Kamelien“ und „Gartenteich“, etc

  1. Kassenbericht

Anschließend verlas und erläuterte der Schatzmeister Achim Gebauer den Kassenbericht. Die Zusammenfassung der Einnahmen und Ausgaben können der Zusammenfassung von A. Gebauer entnommen werden.

Der aktuelle Kassenstand betrug am Jahresende 3451,10 Euro.

  1. Bericht der Kassenprüfer

Die Vereinsmitglieder Monika Schmidt und Uwe Strauch haben als Kassenprüfer im März 2018 die von Herrn Achim Gebauer geführte Kasse geprüft. Es gab keine Beanstandungen.

  1. Aussprache zu den Berichten

Die Portokosten in Höhe von 650 Euro wurden als sehr groß angesehen. Es wurde vorgeschlagen, die Satzung dahingehend zu ändern, dass die Einladung zur Hauptversammlung  auch per E-Mail möglich sei. Auf der Hauptversammlung 2019 soll über eine entsprechende Satzänderung abgestimmt werden. Dies muss in der Einladung angekündigt werden.

  1. Entlastungen

Frau Monika Schmidt beantragte die Entlastung des Vorstandes. Die Entlastung des Vorstandes wurde von den Mitgliedern einstimmig beschlossen. Der Vorstand enthielt sich seiner Stimme.

  1. Neuwahl der Position „Kassenprüfer / in“

Die Amtszeit von Frau Monika Schmidt ist beendet. Einstimmig wurde Frau Erika Grundei für die nächsten 2 Jahre zur neuen Kassenprüferin gewählt.

Die Wahl war einstimmig, Frau Grundei und der Schatzmeister enthielten sich der  Stimme. Die Amtszeit des 2. Kassenprüfers, Herr Uwe Strauch endet im Jahr 2019.

  1. Bekanntgabe weiterer Aktionen

Herr Roth informierte über weitere geplante Veranstaltungen im Jahr 2018.

10.04.2018           Vortrag zum Thema „Obstbäume“ - Dozent: Eilert Ohrt

22.04.2018           Pflanzentauschbörse Frühling auf dem Dorfplatz

15.05.2018           Vortrag zum Thema „Bienenweide“ Dozent: Barbara Steinrück

26.06.2018           Vortrag zum Thema „Gartennützlinge“ – Dozent: Dieter Kerpa

14.07.2018           Jahresausflug in die Schloßgärten von nach Arcen / NL

  1. Schließen des geschäftlichen Teils

Nach einer Gedenkminute für die Verstorbenen des Vereins erklärte der 1. Vorsitzende Herr Roth die Versammlung um 20.05 Uhr für offiziell beendet.

 

Zur großen Freude aller zeigte unser Mitglied Günter Keller anschließend noch einen mit Musik hinterlegten Film von unseren Aktionen im letzten Jahr. Das war ein wirklich gelungener Abschluss für unsere diesjährige Jahreshauptversammlung.

 

 

 

 

Infoabend am 27. 02. 2018                                                               Eilert Orth

Dieser Tag wurde zu einem kleinen Highlight des Obst- und Gartenbauvereins. Gärtnermeister Markus Nitzsche hielt seinen im vergangenen Jahr im November  ausgefallenen Vortrag zum Thema:

Fruchtreiche Bäume und Sträucher.

Er startete mit der Frage: „Warum werden unsere Obstbäume überhaupt geschnitten?“ Dazu erhielt er eine ganze Reihe sinnvoller Antworten, die darin mündeten, dass unsere Bäume gesundes Obst bringen sollen. Dafür benötigen sie ein stabiles Gerüst und viel Licht in der Krone und sie sollen auch nicht vergreisen.

Wesentlich ist, dass der Baum einen Zentraltrieb als höchste Spitze (Chef-Trieb) bekommt. Dieser muss nicht in der Mitte des Baumes stehen, sondern kann auch etwas seitlich ausgewählt werden, wenn der dortige kräftiger oder gesunder ist. Weil aber die Natur den höchsten Saftdruck ganz nach oben schickt, müssen die darunter stehenden Zweige so eingekürzt werden, dass sie etwa unter 60° stehen (Saftwaage). Alle weiteren Zweige sollen dann  gut von der Sonne beschienen werden können und sich gegenseitig nicht das so wichtige Licht wegnehmen.

Das beschienene Blattwerk produziert durch die Fotosynthese die notwendigen Stoffe für die Ernährung des Baumes und den Zucker für die erwarteten Früchte. Diese werden klein, bleiben grün und sind nicht süß, wenn sie voll im Schatten aufwachsen müssen.

An den mitgebrachten Ast-Beispielen führte Herr Nitzsche vor, wie man Gabelungen oder auf Astring schneidet. Auch Zweige, die durch Fruchtbehang des Vorjahres stark nach unten gekrümmt sind, zeigen bei vitalen Bäumen auf der Oberseite des Zweiges Jungtriebe. Diese werden in Folgejahr zu tragenden Zweigen, weshalb der hängende Teil  abgeschnitten wird.

Besonders wies er darauf hin, im Winter mehr mit der Säge auszulichten und im Sommer mit der Schere den Feinschnitt auszuführen. Dabei sollte aber bei unseren Kultur-Obstsorten ein max. Astdurchmesser von 8 – 10 cm nicht überschritten werden. Die neuere Forschung sagt, es sei besser die Wunde nicht zu verschließen, weil sich unter dem Baumwachs oft Schädlinge einnisten.

Schwere Äste erhalten zunächst von der Unterseite einen Sicherungsschnitt, bevor der Ast abgetrennt wird, damit die Rinde nicht einreißen kann.

Ein ganz wesentlicher Aspekt ist das Wachstumverhalten von allen Bäumen in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Schnittes.

Man kann bereits im Herbst nach dem Blattfall mit dem Schnitt beginnen. Dann treibt der Baum im nächsten Jahr den größten Wachstumsschub an den Ästen. Deshalb ist es nicht ratsam im Herbst oder Winter die sog. Wasserschosse zu schneiden, weil sie umso stärker nachwachsen.  Dafür ist die Zeit um „Johannes“, dem 24. Juni geeignet; denn da ist der geringste Wachstumstrieb.

Trägt man das Wachstum über der Zeitachse als Diagramm auf, so entsteht ein Dreieck, bei dem im Herbst der höchste Punkt liegt, der etwa zum 24. Juni, dem Johannistag  auf fast Null abfällt.

Dieses Muster gilt für alle Apfel-, Birn- und Pflaumenbäume, bei denen  die Früchte am zweijährigen Holz wachsen.

Als Ausnahmen wurden die Sauerkirsche, der Pfirsich , die Aprikose und die Mirabelle genannt, deren Blütenstände und Früchte am einjährigen Holz wachsen, d. h. bei diesen Bäumen ist ein Schnitt nach der Ernte möglich, bevor sich neue Jungtriebe bilden.

Ein Augenmerk ist auf die Süßkirsche zu richten. Sie mag überhaupt nicht gerne geschnitten  werden. Wenn solche, meist groß werdenden Bäume kleiner gehalten werden sollen, so sollte ca. zwei Monate nach der Ernte möglichst vorsichtig reduziert werden.

Weit über 20 Gartenfreunde waren an diesem Dienstagabend der Einladung zum Infoabend in der Gaststätte Lindenhof in Moitzfeld gefolgt. Das Interesse an den Ausführungen des Kölner Gärtnermeisters war bei den Zuhörern - in der wegen der Winterkälte doch relativ geringen Teilnehmerzahl - so ausgeprägt, dass Herr Nitzsche etliche Punkte mehrmals demonstrieren musste.

Zur Pflanzung junger Bäume führte er aus, dass hierbei immer eine genügend große (ca.  Ø 1 -1,2 m) Baumscheibe vorgesehen werden muss, die nicht von Gras überwachsen wird. In einen Rasen gepflanzte Jungbäume verhungern, weil das Gras ihnen die Nährstoffe wegnimmt.

Gegen die Wühlmaus sollte beim Pflanzen um den Wurzelballen ein dichtes Drahtnetz gelegt werden. Jedoch darf der Draht nicht verzinkt sein, weil solcher im Laufe der Jahre nicht verrottet, und die Baumwurzeln am Ausbreiten hindert.

Als nach gut zwei Stunden lebhafter Diskussion die Aufmerksamkeit etwas erlahmte und die ersten sich zum Aufbruch bereiteten, beendete unser Vorsitzender Herr Roth den Vortragsabend unter großem Beifall und mit großem Dank.

Zum Abschied bekräftigte Herr Nitzsche nochmal seine Bereitschaft, gerne einmal im Sommer für einen Vortrag zum Thema „Sommerschnitt“ wiederzukommen.

Und mit dieser frohen Gewissheit endete ein besonders aktiver Gesprächsabend.

 

 

 

OGV-Karnevalssitzung am 16. Januar 2018                                Lia Gebauer

Um gemeinsam Karneval zu feiern trafen sich die Jecken vom Obst- und Gartenbauverein Bensberg am Dienstag, 16. Januar im Lindenhof in Moitzfeld. Die OGV-Sitzung, das närrische Treiben begann pünktlich um 19.11 Uhr mit der traditionellen Eröffnungsrede unseres Vorsitzenden Dieter Roth „Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“ und heute war unser „Mecki“ auch äußerlich als Igel zu erkennen J.

Zur großen Freude aller hatte Monika Döring auch wieder (schon eine Tradition?) ihr Akkordeon mitgebracht, unterstütze damit die Büttenredner, stopfte die Löcher im Programm und animierte mit ihren Liedern zum Schunkeln und Mitsingen. Ohne Livemusik ist nur halb so schön!

Eilert Ohrt, unser 2. Vorsitzender, brach das Eis und traute sich als Erster in die Bütt. Er wollte gern in Urlaub fahren, aber sein Schwager machte ihm das Ziel so mies, dass Eilert am Ende dann doch zu Hause blieb. Und warum? Na klar: Der Schwager ist selbst dorthin gefahren.

Als nächster Showact folgte der Knaller, der längst zu Tradition der OGV-Sitzung geworden ist: Der Auftritt der Kindertanzgruppe „Wibbelstätzje“ aus Bärbroich. Die Mädchen wirbelten durch die Luft und heizten uns mit ihren heißen Rhythmen so richtig ein. Echt große Klasse!

Danach verirrte sich Lia Gebauer als Heimwerkerin zu uns in den Saal. Sie hatte mit ihrem Gatten tapeziert, war aber kläglich gescheitert. Als Trost für das gemeinsame Heimwerken bekam sie am Ende außer unserem Mitgefühl auch noch eine Rakete.

Nun stieg Ursel Ohrt in die Bütt und hielt einen unterhaltenden Vortrag zum Thema „Kuss“. Man merkte, dass Ursel bereits die Goldene Hochzeit hinter sich gebracht und viel Erfahrung mit diesem Thema hat.

Anschließend sprach Gatte Eilert noch mal vor und erzählte von seinen Erfahrungen zum Thema „Milchbehälter“ und deren Tücken.

Wer war denn der nächste Gast auf den Brettern, die die Welt bedeuten? Trude Herr alias Brigitte Scholtysek stieg extra zu uns hinunter. Leider war sie liebeskrank, hatte sie doch „Fieber“. Das Lied, der Vortrag - es war einfach nur köstlich. Wir haben es genossen!

Die Sitzung endete mit einem wahren Feuerwerk: Ein mehrköpfiges Orchester bewaffnet mit Luftpumpen spielte für uns tolle Stücke und erhielt dafür natürlich eine Rakete vom tosenden Publikum. Die Dirigentin Ute Jansen brachte die Künstler zu Hochleistungen. Es spielten:

Brigitte und Horst Scholtysek, Helga und Wilbert Michael, Gabi und Reinhold Rekun, Hans-Georg Faustmann und Ingrid von Pey sowie Bernd-Gregor Jansen,. Natürlich ließen wir die „Luftpumpen“ nicht ohne Zugabe gehen.

Kurzum, es war eine tolle Sitzung. Vielen Dank an alle, die zum Erfolg des Abends beigetragen haben. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

 

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