„Namibia“ – Eine Reisereportage                                          von Lia Gebauer

Am 20. November hielt unser Mitglied Norbert Roth für den Verein einen Vortrag über seinen Lieblingskontinent Afrika. Er hatte mit seiner Frau Traudel auf eigene Faust eine Rundreise von „Namibia bis Botswana“ organisiert und durchgeführt. Die ganze Strecke, die die beiden mit einem SUV mit All-Rad Antrieb zurücklegten, betrug insgesamt 4.500 km.  Um nicht immer auf eine möglicherweise teure Lodge angewiesen zu sein, hatten sie sich auf dem Dach des Autos eine Schlafmöglichkeit eingerichtet. Im Oktober 2015 flogen  Traudel und Norbert Roth über Johannisburg zunächst nach Windhoek, woihr Abenteuerurlaub begann und später auch wieder endete.

Windhoek ist die Hauptstadt Namibias sowie das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes. Hier kann man an vielen Stellen noch die deutsche Kolonialherrschaft erahnen.

An der Grenze zu Angola trafen Roths auf die „Himbas“. Als „Himba“ bezeichnet man ein Nomadenvolk im Norden Namibias und im Süden Angolas. Die Himbas hatten scheinbar keine Berührungsängste und begrüßten Traudel und ihren Mann mit herzlicher Gastfreundschaft.

Anschließend stand der Besuch vom Etosha Nationalpark auf dem Plan. Der Park ist  22.275 Quadratkilometer groß ist. Hier gibt es so ziemlich alle Tieren zu sehen, die die Natur zu bieten hat.

An seinem „runden“ Geburtstag erfüllte sich ein großer Wunsch von Norbert Roth: Er wurde im Urlaub 70 Jahre alt und feierte dieses Jubiläum an den wunderschönen Viktoriafällen.

Die Victoriafälle sind ein breiter Wasserfall des Sambesi zwischen den Grenzstädten Victoria Falls in Simbabwe und Livingstone in Sambia. Eine herrliche Landschaft!

Anschließend ging es nach Botswana in die Stadt Maun. Maun ist eine Stadt im nördlichen Botswana. Sie ist die Hauptstadt des North West District, dessen größte Stadt und  der wichtigste Startpunkt für Safaris in das Okavangodelta.

Am Ende der Reise besuchten Roths noch die „Buschmänner“, wobei der Anführer Norbert gleich an die Hand nahm.

Wir alle waren von dem spannenden Vortrag, den herrlichen Bildern sowie den afrikanischen Klängen begeistert. Norbert deutete an, dass er uns im nächsten Jahr einen ähnlichen Vortrag über Südafrika halten könnte, wenn wir denn wollen. Und wie wir wollen!

 

Pflanzentauschbörse im Oktober                                                         von Dieter Roth

„Tauschen erwünscht, Verschenken erlaubt und Verkaufen verboten“ hieß es am Sonntag, 28. Oktober in Moitzfeld auf dem Dorfplatz hinter der Kirche St. Joseph. Für die Stunde zwischen 14.00 und 15.00 Uhr hatte der OGV Bensberg zur Pflanzentauschbörse geladen.

Bei herbstlich bedecktem Himmel trafen sich weit über 20 ambitionierte Hobby-Gärtner und, erfreulicherweise, auch viele Vereinsmitglieder. Rittersporn, Lilien, Pfingstrosen…die zahlreichen Stände auf den umfunktionierten Bierzelttischen boten eine große Auswahl überwiegend winterharter Pflanzen aus dem heimischen Garten. Sogar eine Bananenstaude war im Angebot.

Selten wurde getauscht, die meisten Pflanzen wurden einfach nur „in gute Hände“ verschenkt. Und oft gab es zu den Lieblingen auch noch den passenden Tipp zur Pflege mit dazu.

 

 

“Summende Gärten“                                                  von Lia Gebauer / DR

Am 25. September 2018 traf sich der OGV im Lindenhof für einen Vortrag zum Thema „Summende Gärten“. Hierzu waren Karin Lamsfuß und Danielle Over aus Köln-Dellbrück als Referentin eingeladen. Die beiden Nachbarinnen betreiben in privater Initiative die Internetseite www.summnende-gaerten.de

Wissenschaftlich belegt ist die Anzahl der Insekten in den letzten 20 Jahren um ca. 70 % zurückgegangen. Dies hatte zur Folge, dass auch die Anzahl der Vögel, Fische und Fledermäuse zurückging. Vielerorts konnte man schon von einem „stummen Frühling“ spreche. Der Igel kam sogar auf die „rote Liste“.

Die beiden Naturliebhaberinnen wollten selbst etwas dagegen tun und haben in den letzten Jahren eine Gartenfläche von  insgesamt 8.000 Quadratmeter für Insekten wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und somit auch für Vögel etc. attraktiv gemacht haben.

Um die Anzahl der genannten Tiere wieder ansteigen zu lassen, haben sich die beiden, auch experimentell, mit dem Thema auseinander gesetzt. Es haben sich vier  Aspekte herauskristallisiert, die die Not lindern und die man sich auch gut merken kann:

  1. Gifte aus dem Garten verbannen
  2. Nahrungsangebote schaffen
  3. Wasser bereit stellen
  4. Nisthilfen schaffen

Sämtliche Gifte sollten aus unseren Gärten verbannt werden. Allen voran das „Glyphosat“, das für das Bienensterben verantwortlich ist. Aber auch auf solche Mittel wie „Schneckenkorn“ sollten wir bei der Gartenarbeit verzichten, da es giftig ist für Igel und Eichhörnchen.

Als Nahrungsangebot sollte der Rasen möglichst nur selten gemäht werden. Am Besten sollte man ganz darauf verzichten und die Wiese lieber ab und zu sensen. Kräuter, Blumen, Klee usw. wachsen so am besten. Als besonders Insekten-freundlich wurden folgende Blumen bzw. Pflanzen genannt: Gelbe Malve, Kornblumen, Mohn, Rittersporn, Sonnenblumen, Nachtkerze, Stockrose, Efeu und Disteln. Die beste Nahrung für Wildbienen ist der „Natterkopf“. Für Insekten nutzlos sind Bambus, Palmen, Hortensien und Tuga.

Das A und O für Insekten sind Nektar (Zucker) und Pollen (Eiweiß für den Nachwuchs). Und Wasser, denn auch Insekten haben Durst! Deshalb sollte man für sie Becher mit kleinen Steinen und Wasser im Garten aufstellen. Hier können sie trinken, ohne selbst im Wasser zu ertrinken.

Nistkästen kann man selbst bauen. Das ist nicht schwer und Anleitungen findet man im Internet, zB.; www.summende-gaerten.de. Alternativ bietet der Gartenmarkt auch fertige Insektenhotels zum Kauf. Hier ist aber Vorsicht geboten, können sich doch die Tiere bei der Nutzung an den scharfen Kanten der Nistplätze die Flügel verletzten.

Beherzigt man alle genannten Aspekte, so erlebt man im Frühjahr eine große Freude, wenn die Insekten schlüpfen und es in den Gärten wieder summt und brummt.

 

Kreuz und Quer durch die Wahner Heide – Herbstwanderung 2018

 

Mittlerweile ist sie schon Tradition im Veranstaltungskalender vom OGV Bensberg – die Herbstwanderung. Und jetzt war es wieder so weit! Die Wanderstrecke hatte unser Vereinsmitglied Erika Grundei vorgeschlagen, hatte die Wanderung geplant, ist die Strecke vorbereitend auch schon abgelaufen  und wollte unsere Gruppe führen. Leider musste Erika schweren Herzens die Wanderung unter ihrer Führung kurzfristig, krankheitsbedingt absagen. Liebenswerterweise hat Erika ihre Planung unserem Vereinsmitglied Werner Schmidt verraten. Und  so konnte die Herbstwanderung dann doch wie geplant am Samstag,  15. September stattfinden.

 

Und Werner hat seine Sache sehr gut gemacht. Er führte die Wanderfreunde unseres Vereins und interessierte Gäste durch die Wahner Heide – natürlich mit abschließendem Einkehrschlenker und gemütlichem Ausklang.

 

Schon bevor wir am Treffpunkt in Moitzfeld Fahrgemeinschaften bildeten, erzählte uns Werner von seiner späten Liebe zur Wahner Heide. Als er dort vor Jahren seinen Wehrdienst ableisten musste, war er froh, nach Dienstschluß schnell verschwinden  zu können. Erst später habe er das weitläufige Wald- und Heidegelände kennen und schätzen gelernt. Und Werner kennt sich in der Wahner Heide wirklich gut aus. Fast acht Kilometer führte er durch das ehemalige Militärgebiet, vorbei und durch die unterschiedlichen Vegetationen am Wegesrand und zeigte uns die beeindruckenden Ausblicke auf den naheliegenden Flughafen, auf Siegburg, Köln und Bensberg.

 

Nicht nur Eilert Ohrt war froh, als wir endlich wieder zurück am Startpunkt unserer Wanderung angekommen waren. Hier im Heidekönig war der gemütliche Abschluß unserer Wanderung vorgesehen. Der Heidekönig ist eine rustikale Waldschenke am Rande der Wahner Heide mit vielen Sitzplätzen draußen auf der Wiese. Eilert war die ganze Strecke auf Krücken unterwegs, das Landbier und das  späte Mittagessen hatte er sich wirklich verdient. Zu unserer Überraschung erwartete uns hier die Erika, neugierig, ob uns ihre Planung gefallen hatte. Und natürlich war dem so, sogar sehr J.

 

Auch das Wetter spielte an diesem Tag mit. Wie für den OGV zur Wanderung bestellt – trocken, nicht zu warm und zum Abschluß auf der Wiese im Heidekönig lachte sogar die Sonne für / mit uns. Vielen Dank an Erika für ihre ganze Planung und gute Besserung und herzlichen Dank an Werner für sein kurzfristiges Nachrücken und seinen Einsatz als Wanderführer.

 

Zu meinem Bedauern konnten nicht alle Wanderfreunde vom OGV Bensberg an dieser Wanderung teilnehmen. Obwohl Samstag, mussten einige wenige doch arbeiten L. Es ist zu überlegen, ob wir uns im nächsten Herbst vielleicht erst um 13.30 Uhr zum Wandern treffen.

 

Jahresausflug zu den Schlossgärten in Arcen                                 von Lia Gebauer

Samstag, 14. Juli 2018 fuhr der OGV Bensberg mit dem Bus nach Arcen (gesprochen: „Arssen“) in Holland. Hier wollten wir die Schlossgärten besuchen.

Natürlich wurde als erster Höhepunkt der Tour das bereits traditionelle Open-Air-Frühstück abgehalten. Wir hielten auf einem Rastplatz, packten die Biertische aus und im Handumdrehen war ein herrliches Frühstücks-Buffet aufgebaut. Nach der Stärkung war es nur noch eine kurze Strecke bis zu unserem Ziel.

In Arcen angekommen teilten wir uns in 3 Gruppen auf und genossen eine informative und unterhaltsame Führung durch die Gärten. Bei diesen Gärten handelt es sich um einen der vielseitigsten Blumen- und Pflanzenparks Europas. 32 Hektar voller Düfte und Farben, einzigartige Anlagen und einem historischen Schlosshof mit dem Schloss aus dem 17. Jahrhundert. Unsere Führerin „Wiesje“ erzählte uns viel Wissenswertes und natürlich auch einige Anekdoten zum Park. Ihr besonderer Tipp: Wir sollten Ende Oktober / Anfang November noch mal vorbeischauen. Dann sind die Gärten abends beleuchtet und man wandelt durch den Park „wie im Märchen“!

Im Park gibt es natürlich auch Tiere. Besonders beeindruckt war ich von den Störchen, die oben in einem Nest saßen und den Park und ihre Nachkommen bewachten, die unten auf dem Boden ihre ersten Gehversuche machten und die Besucher neugierig beäugten.

Nach Ende der Führung war im Schlosscafe für uns bereits der Tisch gedeckt. Jeder von uns erhielt Kaffee und Kuchen. Nach der Stärkung hatte jeder Gelegenheit, die Anlage auf eigene Faust zu erkunden, dem Schloss einen Besuch ab zu statten oder den nahe gelegenen Ort Arcen kennen zu lernen. Unsere Klein-Gruppe besuchte einzelne Themengärten. Hierzu gehörten auch die Hütten aus Thailand und Indonesien sowie das Tropenhaus. Hier gab es Palmen, Bananenstauden, Strelitzien usw. Aber was waren denn das für herrliche Klänge? Ein Chor gab hier ein kleines Konzert mit herrlichen Liedern. Da mussten wir natürlich auch zu hören und mitsingen.

Anschließend besuchten wir noch das Schloss. Das Erdgeschoss ist mit historischen Möbeln und Gemälden ausgestattet und erzählt die Geschichte des Schlosses. Auf der ersten Etage fand gerade eine Ausstellung von alten Musikinstrumenten statt.

Kurz vor 17.00 Uhr trafen wir uns alle am Schlosstor und stellten uns für unser traditionelles Gruppenfoto auf. Nach sehr kurzer Busfahrt erreichten wir das „Pannenkoeken-Restaurant“ „De Bosrand“. Hier ließen wir uns nieder und konnten zwischen 85 herzhaften oder süßen Pfannenkuchen aussuchen, die so groß wie Wagenräder waren. Sehr lecker!!!

Anschließend ging es wieder mit dem Bus zurück nach Bensberg. Wir hatten einen wunderschönen Tag voll herrlicher Blumen, Sonne, leckerem Essen und netter Gespräche.  Jeder hat sich viele Anregungen für seinen eigenen Garten mit nach Hause genommen.

 

 

Offene Gartenpforte im Juni

Jeder  Gartenfreund definiert Traumgarten und Gartenparadies auf seine eigene Art und Weise, aber immer so, dass er sich dort wohlfühlt und gerne aufhält. Und so ist es auch im Traumgarten von Doris und Herbert Rixen.

Die beiden hatten als Gastgeber die Mitglieder vom OGV Bensberg zur offenen Gartenpforte nach Steinenbrück eingeladen und weit über 20 interessierte Gartenfreunde fanden am Samstag, 30 Juni den Weg in den Garten von Doris, Herbert und ihrem Hund Jule.

Die vielen Stühle und Bänke waren im Schatten aufgestellt, die Getränke standen im Kühlschrank. Der Tisch im Esszimmer stand als Buffet bereit und bog sich nachher unter den vielen mitgebrachten Kuchen, Quiche, Teilchen, Plätzchen….

Die Sonne, der leichte Wind, die Schattenplätze und die vielen Sachen für das leibliche Wohl – die Verlockung war groß, einfach in gemütlicher Runde beim Gartenplausch sitzen zu bleiben J.

Und doch lockte, trotz der hochsommerlichen Temperaturen, ein Rundgang mit dem Hausherrn durch Rixens Gartenparadies.

Blickfang auf der Terrasse ist die Blechwanne mit dem kleinen Teich und dem Froschkönig, von der Terrasse selbst geht der Blick über den Garten weit ins Bergische hinein. Die Hollywoodschaukel steht  in der prallen Sonne an der Stützwand,  unter den alten Obstbäumen sind Sitzplätze  im Schatten angelegt. Seit dem Sturm im Frühjahr ist der alte Pflaumenbaum   leider im Stamm angebrochen und muss gestützt werden. Die anwesenden Gartenfreunde waren  sich nicht einig, ob der Baum den kommenden Winter überlebt. Da kann man nur abwarten!

Gemüsegarten, Hochbeet, Gewächshaus und Teich - was gab es nicht alles noch zu bestaunen, zu bewundern, nachzufragen und zu diskutieren.

Es war ein schöner, geselliger und interessanter Nachmittag. Vielen Dank für die schönen Stunden!

 

Wie es wieder kreucht und fleucht
 

In 2018 ist der rote Faden für die Infoabende vom Obst- und Gartenbauverein Bensberg das Streben nach „wieder summenden Gärten“. Im Rahmen dieser  Vortragsreihe waren alle interessierten Gartenfreunde am Dienstag, 26. Juni nach Moitzfeld in die Gaststätte „Gaffel im Lindenhof“ eingeladen. An diesem Abend referierte  Klaus-Dieter Kerpa von der Firma Neudorff  vor 25 Hobbygärtnern zum Thema FÖRDERUNG VON NÜTZLICHEN INSEKTEN und sprach über die Möglichkeit der Ansiedlung und Förderung von Insekten im eigenen Garten.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Dieter Roth übernahm Insektenkundler Kerpa das Wort und unterteilte die NÜTZLINGE erst einmal in zwei Gruppen, in die Gruppe der Helfer im Garten und in die Gegenspieler der Schädlinge. Der Regenwurm als Bodenverbesserer und die Assel als „Bioschredder“ gehören zu den Helfern. Der Kurzfilm über die Assel sorgte für Abwechslung, war sehr interessant und nahm die Zuhörer immer wieder gefangen.

Neben der großen Familie der Säugetiere gibt es auch die Familie der Insekten. Im Garten gehören Maulwurf, Igel, Spitzmaus, Vögel, Spinnentiere, Amphibien und Reptilien zu den Säugetieren. Insekten sind Kerbtiere und hierzu gehören Käfer, Libellen, Ohrwürmer, Wanzen, Netzflügler - natürlich auch die Bienen und Hummeln. 60 Prozent aller beschriebenen Tierarten sind Insekten.

Sinnvoll ist es, im eigenen Garten die heimischen Insekten ansiedeln zu wollen. Der Komposthaufen ist Brutplatz der Larven von Nashornkäfer, Rosenkäfer und Ohrwurm. Ebenso anlockend wirken liegengelassene Laubhaufen, Holzschnitzelhaufen oder Ohrwurmtöpfe auf einem Stab oder am Baum – aber am Baum auch mit Baumkontakt!

„Der Garten ist kein Wohnzimmer im Grünen“ mahnte der Referent Klaus-Dieter Kerpa. Die Raupen der Schmetterlinge lieben Sauerampfer oder Brennnessel als Futterpflanze. Für den Schmetterling selbst bietet der fürsorgliche Gärtner hübsch blühende Nektarinseln, ein SB-Restaurant mit Tagetes, Dahlien, Fuchsien, Petunien …. vielleicht gestaltet mit der Samenmischung „Bunte Schwärmerei“ von Fa. Neudorff.

In außergewöhnlichen Nahaufnahmen zeigte die das Wort ergänzende kurze Filmdokumentation von der Entwicklung einer Raupe über die Puppe bis zum Schmetterling.

Ebenso vom Blütennektar ernährt sich die Florfliege, wobei deren Larven Läuse bevorzugen. Die Florfliege überwintert gerne in Lamellenkästen, gefüllt mit Weizenstroh oder Holzwolle. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass nur die Kästen in roten oder braunen Farbtönen von der Florfliege bezogen werden.

Der Marienkäfer ist ein 7-Punktkäfer und hiervon kennt man in Deutschland schon 80, weltweit sogar fast 5000 Arten. Als Larve und als Käfer stehen Blattläuse auf seinem Speiseplan. Geschützt vor der eisigen Kälte überwintert er als Insekt in Laubhaufen, in Mulchschichten oder im Totholz.

Der ostasiatische Marienkäfer ist mit einem großen W oder M gekennzeichnet. Er breitet sich hierzulande immer mehr aus, frisst auch die Blattläuse, gilt im Weinanbau aber als Schädling.

Ein Gegenspieler der Schädlinge ist auch die Schwebfliege. Auch sie ernährt sich überwiegend von Blattläusen. Sie ist gegen ihre Fressfeinde als Wespe getarnt, besitzt aber keine Wespentaille.

Nach der aufkommenden Diskussion um die vermeintliche Stechgefahr durch die Wespe und deren Unterschiede zur Biene kam der Referent bei seinem Vortrag jetzt auf die Bienen, genauer auf die Wildbienen. Denn mit Ausnahme der allgemein bekannten Honigbiene werden alle anderen Bienen als Wildbiene eingestuft. Weltweit existieren  über 560 unterschiedliche Arten. Wie die Wespen gehören sie zur Familie der Hautflüger mit sechs Beinen und zwei Paar Flügel.

Die Bienen werden in Abhängigkeit von Sammelart  und Lebensraum in Bauchsammler-bienen, Hosenbienen und Mauerbienen unterteilt. Herr Kerpa informierte allgemein über die einzelnen Bienenarten und zeigte Nahaufnahmen der rostroten, der blauen und der  gehörnten Mauerbiene. Alle waren immer wieder von den erkennbaren Details der Fotos überrascht und beeindruckt. Informativ und lehrreich war auch der folgende Kurzfilm über die Hummel.

Lungenkraut, Herzgespann, Natternkopf sind beliebte Trachtpflanzen für unsere heimischen Insekten. Handelsübliche Insektenhotels oder für die Wildbienen einfache Nisthilfen wie Klinkersteine sollten südlich ausgerichtet und bewegungsfest aufgehängt werden. Für weitere Informationen zu den und über die Wildbienen und deren Nahrungspflanzen empfahl Herr Kerpa die Seite www.wildbienen.de im Internet. Und natürlich auch die Samenmischung „Blumengarten“ von Fa. Neudorff.

Zum Abschluß des Vortrages hob der Referent noch einmal die gewünschte Vielfalt an Kleinststrukturen im Garten hervor. Er empfahl Reisighaufen, Holzrotteplätze, Steinhaufen, Trockenmauern, einen Teich oder eine andere Wassertränke als Lebensraum für die Insekten anzulegen oder liegenzulassen und Doldenblütler oder Korbblütler als Nahrungsquelle. Mit dem Versprechen, dass es mit diesen Angeboten in jedem Garten bald wieder ordentlich brummen würde, beendete Klaus-Dieter Kerpa seinen Vortrag.

 

 

Eine Weide für Bienen und andere Insekten                                           von Lia Gebauer

Am Dienstag, 15. Mai traf sich der Obst- und Gartenbauverein Bensberg im Lindenhof für einen Vortrag zum Thema „Bienenweide“.

Hierzu waren nicht nur die Referentin Frau Dr. Barbara Steinrück, sondern auch Herr Markus Bollen sowie Vertreter von der Badischen Beamtenbank eingeladen.

Markus Bollen, ein Hobby-Imker, rief im Bergischen ein großes Bienenprojekt ins Leben, da der Insektenbestand in den letzten 30 Jahren um 80 % zurückgegangen ist.

Er suchte zunächst Sponsoren, dann schulte er Interessierte und verteilt überall Blütensamen, die die Insekten wieder anlocken sollen. Natürlich durften wir uns nach dem Vortrag auch Tütchen mit nach Hause nehmen!

Frau Steinrück begann mit ihrem Vortrag und benannte zunächst einige Gründe für den Insektenschwund. Dies sind u. a. Klimaveränderung, Einsatz von Pestiziden, Strukturverarmung und praktische Gartenbepflanzung.

In ihrem Vortrag ging es hauptsächlich um Hummeln, Schmetterlinge und natürlich Bienen. Die Biene ist das einzige Lebewesen, das sich ernährt ohne etwas anderes zu zerstören. Sie sammelt Blütenstaub und verteilt diesen auf andere Blüten. Allein an Wildbienen unterscheidet man 500 Arten in Deutschland, ¾ davon nisten im Boden.

Hier einige Tipps, um den Garten besonders „bestäuberfreundlich“ zu gestalten:

  • 3 mal düngen und ab und zu schneiden
  • Wasserstelle einrichten
  • Blühender Rasen
  • Keine Insektizide verwenden

Auch wenn man nur einen Balkon hat, kann man Bienen anlocken. Sonne, Blühpflanzen und Kräuter sind durchaus ausreichend.

Um Bienen, Hummeln und Schmetterlinge zum Arbeiten zu animieren, sind übrigens nicht bunte Farben an Blumen wichtig, sondern der Duft ist entscheidend.

Frau Steinrück beendete ihren Vortrag mit den Worten: Rettet den Garten und damit die ganze Welt! Be happy and make a bee happy!

Im Anschluss an den Vortrag hatten wir die Gelegenheit, ein Insektenhotel für unseren Garten zu erstehen oder Fachzeitschriften zum Thema oder die bereits erwähnten Blütensamen mit nach Hause zu nehmen.

 

 

 

Pflanzentauschbörse im Frühjahr

 

Für Sonntag, 22. April hatte der Obst- und Gartenbauverein Bensberg zur Pflanzentauschbörse nach Moitzfeld eingeladen und die Zeitungen hatten im Vorfeld vielfältig und auffällig für diese Veranstaltung geworben.

Bei sonnigem Wetter und fast blauem Himmel fanden über 40 interessierte und tauschwillige Gartenfreunde den Weg nach Moitzfeld und machten die Veranstaltung zu einem großen Erfolg. Treffen, Tauschen und Quatschen – in der Zeit von 14.00 bis 15.00 Uhr standen die bereitliegenden Pflanzen und die Gärten im Focus der vielen Besucher. Als gegen Ende das angekündigte Gewitter drohte und die ersten Regentropfen fielen, packten alle beim Abbauen mit an. Im Nu waren die Bierzelttische abgeräumt, abgebaut und wieder im Gerätehäuschen der Dorfgemeinschaft Moitzfeld verstaut. Es war ein schöner Tauschtag!

Die Pflanzentauschbörse auf dem Dorfplatz ist eine Veranstaltung vom Obst- und Gartenbauverein Bensberg und sie ist (auch) für unsere Mitglieder gedacht. Vom OGV Bensberg für den OGV Bensberg. Leider waren es von den über 40 Gartenfreunden nur sieben Vereinsmitglieder.

 

 

Am 10. April 2018 hielt unser Mitglied Eilert Ohrt einen Vortrag
 über „Wünsche und Nöte von Obstbäumen“.

Möchte man einen Obstbaum pflanzen, so sucht man im Oktober einen geeigneten Standort aus. Der Boden sollte locker sein und über viel Feuchtigkeit, aber keine Nässe verfügen. Der Baum sollte vor Wind und Frost geschützt sein.

Einpflanzen

Das Pflanzenloch sollte im Durchmesser größer als der Ballen sein und zwei Spatenstiche tief ausgehoben werden. Tipp: die beiden Aushubeder ersten Spatentiefe legt man rechts und die der 2.  links neben das Loch. Dann setzt man zunächst einen Pfahl, an dem der junge Baum dann angebunden wird. Danach wird der Pflänzling dessen Ballen 1 bis 5 Stunden gewässert wurde, in das PflanzLoch und füllt die Erde der tieferen Lage, angereichert mit P- und N-haltigem Dünger auf das Wurzelwerk. Es ist darauf zu achten, dass die Veredelungsstelle nach dem Auffüllen mit der Erde der ersten Spatentief, die mit Stallmist, Hornspänen oder Kompost verbessert wurde, mindestens eine Handbreit über der Oberfläche bleibt. Nach dem Andrücken sorgen ca. 10 l Wasser für einen guten Kontakt der Wurzen mit der Erde..

Pflege

Der Erziehungsschnitt erfolgt im Frühjahr.Dazu wird der Zentraltrieb auf 5 – 7 Augen eingekürzt und die Seitentriebe so um ca. 1/3 eingekürzt, dass alle möglichst dieselbe Höhe haben ( Saftwaage). Auch wenn er blüht und Früchte ansetzt, sollte man die Ansätze im 1. Jahr entfernen; dennder junge Baum soll nicht sofort  tragen, sondern erst eine gesunde Krone aufbauen.

Nachdem Eilert über die Bestäubung und Befruchtung der Blüten gesprochen hatte, war die Hauptaussage, dass alle unsere hochgezüchteten Kernobstarten und die Süßkirschen selbst unfruchtbar sind; d.h. keine Blüte kann mit dem eigenen Pollen befruchtet werden.

Am Beispiel einiger Apfelsorten wurde dann gezeigt, wie sich die Früh-, Mittel- und Spätblüher gegenseitig befruchten können. In jedem Fall gehört zu einem frisch gepflanzten Baum ein Befruchter, sei es im eigenen oder im Nachbargarten.

Den Apfelbaum

gibt es in allen Kulturen und so vielen verschiedenen Züchtungen, dass ihre Zahl heute nicht bekannt ist. Sehr bekannt ist bei uns der Boskop; sehr genügsam in den Ansprüchen an die Bodenqualität aber sehr frostempfindlich. Dagegen ist der Jonathan anspruchsvoll, aber frosthart. Aus Eilerts Garten wurden noch: Berlepsch, Cox-Orange, Elstar, Goldparmäne, Jona Gold und Ontario genannt, die sie gut gegenseitig unterstützen.
Für eine eigene Pflanzung sollte unter Angebe des Standortes und der Bodenverhältnisse am besten ein gute Baumschule befragt werden.

Stellvertretend für alle anderen Obstbäume behandelte der Referent am Apfelbaum die möglichen Schadformen. Zu den meisten bei0enden und saugenden Schadlingen ist kaum eine allgemeine Regel aufzustellen, weil die erlaubten und wieder verbotenen Hilfsmittel von Behördenseite allzu häufig wechseln.
Lediglich die Empfehlung, vor dem Aufbrechen der Blüte mit Weißöl zu spritzen und im Herbst Leimringe anzubringen oder auch Wellpappgürtel im Sommer um den Stamm zu binden, konnte gegeben werden. Letztere sind häufiger zu vernichten und zu erneuern, weil sich in den Hohlräumen die Ungeziefer verkriechen.

Als Vertreter pilzlicher Erkrankungen wurde der häufig auftretende Mehltau angesprochen. An Obstgehölzen, Sträuchern und einigen Getreidearten tritt bei sommerlich, warmer und trockener Witterung der echte Mehltau auf. Auch Erdbeeren und Gurken werden befallen. Vom Wind werden die Sporen auf das Blattwerk getragen, wachsen in die Oberfläche hinein und zerstören alle Zellen. Dann treten die neuen Sporen als wei0er Belag auf beiden Seiten des Blattes wieder aus.
Die Schwefelempfindlichkeit des echten Mehltaus wird in Großanlagen durch Spritzungen genutzt, empfiehlt sich aber für den Garten nicht, weil auch viele Kulturpflanzen S-empfindlich sind. 
Demgegenüber  wird der falsche Mehltau bei schwüler feuchter Witterung beobachtet. Bei schlecht abtrocknenden krautigen Pflanzen und Gemüsearten treten die Sporen in die Atmungsöffnungen der Blätter ein und zerstören die Zellen. Die Blätter verfärben sich gelblich und werden mit den austretenden Sporen nur auf der Unterseite mehlig weiß. Als Maßnahme hilft nicht zu enges Pflanze, damit die Blätter schnell trocknen können.
Als weitere Pilzerkrankung muss der Schorf gesehen werden. Die Sporen befallen die Blätter, gehen dann aber auf die Früchte über. Von Schorf befallene Bereiche der Frucht wachsen aber nicht mehr weiter, sondern trocknen ein. Beim Weiterwachsen des übrigen Fruchtkörpers, reißen dann die kranken Bereiche auf und bieten Fäulnisbakterien die Eintrittspforten.
Inzwischen breitet sich auch die Monilia weiter aus und befällt immer mehr Pflanzenarten. Sie wird von bestäubenden Insekten von Blüte zu Blüte übertragen und wächst über den Stängel bis ins Holz. Die Triebe vertrocknen und hängen müde herab. Auf größeren Früchten Zeigen sich gelblich-rotbraune Sporenlager als Flecken. Alle Monilia-Erscheinungen müssen bis ins Holz entfernt und im Müll vernichtet werden (auch bereits geerntete Kellerfrüchte).
Auch der Obstbaumkrebs ist eine pilzliche Erkrankung. Die Sporen dringe über Rindenwunden ein und erzeugt Wucherungen an der Schadstelle. Diese müssen bis ins gesunde Holz ausgeschnitten und mit Baumharz (besser spezielle Tinkturen aus der Baumschule) verschlossen werden.

Schlimmer als der Pilzbefall sind die Viruserkrankungen.
Die Viren, Mikropartikel  aus Eiweiß, haben keinen eigenen Stoffwechsel. Sie können sich nur in Zellen wirklicher Lebewesen vermehren. Ihr Krankheitsbild sind Verfärbungen, verkümmerte Triebe und Früchte. Befallene Äste müssen komplett entfernt werden. Sind bereits mehrere Äste befallen, muss der Baum gerodet werden; denn Virenbefall ist nicht heilbar.

Ähnlich schlimm sieht es beim Befall mit Bakterien aus.
Einer der häufigsten Vertreter ist der Feuerbrand. Seit ca. 10 Jahren von Nordamerika nach Europa übertrage. Er befiel hauptsächlich Weiß-, Feuer-  und  Christdorn; heute auch Birne, Quitte und Äpfel.
Auch ein solcher Befall ist nicht heilbar und ist sogar beim Pflanzenschutzamt meldepflichtig.


Birnbaum

Birnen sind besonders für Diabetiker geeignet (mehr Fruchtzucker als Traubenzucker). Als Sorten wurden Alex Lucas, Clapps Liebl, Conference, Gellerts Birne, Gute Luise und Williams Christ  in einer Tabelle gezeigt. Auch hier wurden die Blütezeiten Betont. Birnbäume sind selbst auch nicht fruchtbar, aber gegenseitig gute Bestäuber.
Besonders anfällig sind sie gegen den Birnengitterrost (Pilz). Seine Sporen befallen die Blätter und erzeugen wachsende braune Flecken. Auf deren Unterseite entstehen bilden sich neue Sporenkapsel, die im Herbst aufbrechen. Die Sporen überwintern dan im abfallenden Laub, doch überwiegend auf bis zu 300 m entfernten Wachholderpflanzen. Daher ist bei der Pflanzung auf die Gewächse der Nachbarschaft zu achten und alles Falllaub unter dem Baum in den Müll zu entsorgen.
Gegen die Schäden durch Birnenschorf ist auf ausreichend Feuchtigkeit während der Sommermonate zu achten.

 

Die Süßkirschen

Lassen sich allgemein in zwei Gruppen: die Herz – und Knorpelkirschen einteilen. Die Herzkirschen haben eine sehr frühe Blütezeit und folglich frühe Frucht. Die meist hohen und  wuchtigen Bäume wachsen auf fast jedem Boden, bringen aber der Bodenqualität entsprechende Ergebnisse. Wegen der frühen Fruchtreife fallen die Vögel sehr gern über diese her.
Knorpelkirschbäume blühen und fruchten später. Deshalb ist hier die Ernte mehr uns Menschen vorbehalten.
Auch wenn Süßkirschen überall angebaut werden können, bevorzugen sie einen warmen Standort, guten Boden und gleichmäßige Feuchtigkeit.
Auf keinen Fall dürfen aber  „nassen Füße“ bekommen. Staunässe führt zu der  Krankheit de „Blutflusses“. Eine harzähnliche Substanz tritt dann an den Astachseln oder an Rindenverletzungen aus, die aber nicht trocknet und dem Ungeziefer zur Nahrung dient. Ein Ausschneiden bis ins gesunde Holz bringt keine wirkliche Heilung.

 

Sauerkirschen

Als Arten unterscheidet man die Morellen und die Amarellen. Beide können sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten gedeihen
Für uns spielen die Morellen, die einen aromatischen aber färbenden Saft haben die größere Rolle, während die auch aromatischen nicht färbenden Amarellen hauptsächlich in der Verarbeitung ihren Platz haben.
Die Sauerkirschen sind zum großen Teil selbst fruchtbar. Sie tragen sehr reich und regelmäßig. Da sie aber am einjährigen Trieb fruchten, neigen sie schnell zu Langrutenbildung. Deshalb müssen sie zur Verjüngung  Jährlich geschnitten werden.
Dazu im 3-jährigen Rhythmus 1/3 der Ruten entfernt.

 

Unter dem Oberbegriff Prunus (Pflaume=

Werden diverse Pflaumenzüchtungen,, Zwetschgen, Mirabellen und Reineclauden zusammengefasst. Im Vergleich zu Äpfeln und Birnen sind sie bis auf wenige Ausnahmen widerstandsfähiger, was die Standort und die Frostempfindlichkeit betrifft.
Sie sind teils selbstfruchtbar, unterstützen sich aber von Sorte zu Sorte. Ohre Pflanzzeit liegt mit Anfang November am spätesten.

Pfirsichen

sind die „Mimosen“ unter den Obstbäumen. Sie benötigen einen warmen Standort und Schutz gegen Frost. Weil zu befürchten ist, dass das junge Bäumchen die Winterkälte nicht übersteht, werden Pfirsichsetzlinge im Frühjahr gepflanzt. Die optimale Baumform für Pfirsiche ist das Spalier oder die Hohlkrone. Das führt beim Spalier zu einer Fächerform. Für die Hohlkrone wird im 2. Jahr der Zentraltrieb auf die Höhe der Seitenäste zurück genommen, so dass diese hauptsächlich ernährt werden. Eine empfehlenswerte Züchtung ist die Sorte: „Der Kernechte  vom Vorgebirge“. Diese Sorte ist recht beständig gegen die Hauptkrankheit („Kräuselkrankheit“) aller Pfirsiche. Befallene Triebe werden vorsichtig herausgeschnitten; doch ist dem Vortragenden kein Schutzmittel bekannt.                                    
Die Pflanze kann nur im Herbst durch Übergießen mit einer Brennessel- oder Schachtelhalm-Jauche gestärkt werden.

Quitten

Sie wächst auf lehmigem wie auf magerem Boden, ist leicht frostempfindlich, aber sonst der pflegeleichteste Obstbaum. Sie wird im März bis April gesetzt. Zwei Unterlagen zur Veredelung haben sich bewährt: die Cydonia MA und die „Quitte Sido“ aus Frankreich. Die frühere Veredelung auf Weißdorn darf weg Feuerbrandgefahr nicht mehr angewendet werden. Die Quitte teigt große Sicherheit gegen Viren und Bakterien und ist sehr ertragreich. Je nach der Züchtung gibt es nach der Form Apfel- und Birnen-Quitten. Im Geschmack unterscheiden sie sich kaum.
Die Ernte erfolgt vor dem ersten Frost. Ist sie aber vom Frost überrascht, so holt man sie erst wieder bei wärmerem Wetter ins Haus, wo sie dann einen herrlichen Duft verströmen.

 

Eilert hielt einen tollen und interessanten Vortrag, erzählte frei, zeigte schöne Fotos und beantwortete all unsere Fragen.

Wir sind sehr stolz, dass wir ein solches Mitglied in unseren eigenen Reihen haben.

Herzlichen Dank, lieber Eilert, für diesen lebendigen und kurzweiligen Vortrag.

Lia Gebauer und Eilert Orth

 

 

 

„Obstbaumträume“ mit Eilert Ohrt                                            Dieter Roth

Zum einem weiteren Infoabend hatte der Obst- und Gartenbauverein Bensberg für  Dienstag, 10. April in die Gaststätte „Gaffel im Lindenhof“ in Moitzfeld eingeladen, diesmal zum Thema „WÜNSCHE UND NÖTE VON OBSTBÄUMEN“. Erfreulicherweise fand sich der Referent zu diesem Thema in unseren eigenen Reihen. Das Vereinsmitglied Eilert Ohrt erklärte sich bereit, diesen Vortrag für den OGV Bensberg zu halten und über das Thema zu sprechen.

Eilert hatte seinen Vortrag streng gegliedert und zeigte Fotos mit wichtigen Informationen oder Diagrammen über Beamer auf der Großleinwand. Und wer unseren Eilert kennt, der war nicht überrascht, wie lehrreich und umfangreich sein Vortrag war. Er konnte nicht alle Fragen der interessierten Zuhörer beantworten, war aber immer ehrlich genug, das dann auch einzugestehen und auf die Baumschule oder andere Fachleute zu verweisen. Aber alle 20 anwesenden Gartenfreunde staunten über das immense Wissen, seinen Drang und sein Vermögen, dass Wissen verständlich und einfach weiterzugeben.

Herzlichen Dank, lieber Eilert, für diesen lebendigen und kurzweiligen Vortrag. Wir sind sehr stolz, dass wir ein solches Mitglied in unseren Reihen haben.

 

 

 

Protokoll Jahreshauptversammlung                                               von Lia Gebauer / DR

Gaststätte „Gaffel im Lindenhof“  – Moitzfeld 27.März 2018

  1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden

Herr Dieter Roth eröffnete die diesjährige Hauptversammlung um 19.07 Uhr und stellte fest, dass die Einladungen fristgerecht verschickt worden war. An der Versammlung nahmen 40 Mitglieder und 4 Gäste teil, siehe Teilnehmerliste.

  1. Jahresbericht

Die Schriftführerin Lia Gebauer verlas den Jahresrückblick, in dem die Aktionen wie Vorträge, Ausflüge, Aktionen etc. des abgelaufenen Gartenjahrs aufgeführt waren. Pro Veranstaltung nahmen zwischen 8 (Stammtisch) und 63 (Advent) Mitglieder und Freunde des Vereins teil. Besondere Höhepunkte des letzten Jahres war unsere Tagesfahrt nach Dortmund ins Rosarium im Westfalenpark, die Offene Gartenpforte bei Familie Schotlysek, die Infoabende „Kamelien“ und „Gartenteich“, etc

  1. Kassenbericht

Anschließend verlas und erläuterte der Schatzmeister Achim Gebauer den Kassenbericht. Die Zusammenfassung der Einnahmen und Ausgaben können der Zusammenfassung von A. Gebauer entnommen werden.

Der aktuelle Kassenstand betrug am Jahresende 3451,10 Euro.

  1. Bericht der Kassenprüfer

Die Vereinsmitglieder Monika Schmidt und Uwe Strauch haben als Kassenprüfer im März 2018 die von Herrn Achim Gebauer geführte Kasse geprüft. Es gab keine Beanstandungen.

  1. Aussprache zu den Berichten

Die Portokosten in Höhe von 650 Euro wurden als sehr groß angesehen. Es wurde vorgeschlagen, die Satzung dahingehend zu ändern, dass die Einladung zur Hauptversammlung  auch per E-Mail möglich sei. Auf der Hauptversammlung 2019 soll über eine entsprechende Satzänderung abgestimmt werden. Dies muss in der Einladung angekündigt werden.

  1. Entlastungen

Frau Monika Schmidt beantragte die Entlastung des Vorstandes. Die Entlastung des Vorstandes wurde von den Mitgliedern einstimmig beschlossen. Der Vorstand enthielt sich seiner Stimme.

  1. Neuwahl der Position „Kassenprüfer / in“

Die Amtszeit von Frau Monika Schmidt ist beendet. Einstimmig wurde Frau Erika Grundei für die nächsten 2 Jahre zur neuen Kassenprüferin gewählt.

Die Wahl war einstimmig, Frau Grundei und der Schatzmeister enthielten sich der  Stimme. Die Amtszeit des 2. Kassenprüfers, Herr Uwe Strauch endet im Jahr 2019.

  1. Bekanntgabe weiterer Aktionen

Herr Roth informierte über weitere geplante Veranstaltungen im Jahr 2018.

10.04.2018           Vortrag zum Thema „Obstbäume“ - Dozent: Eilert Ohrt

22.04.2018           Pflanzentauschbörse Frühling auf dem Dorfplatz

15.05.2018           Vortrag zum Thema „Bienenweide“ Dozent: Barbara Steinrück

26.06.2018           Vortrag zum Thema „Gartennützlinge“ – Dozent: Dieter Kerpa

14.07.2018           Jahresausflug in die Schloßgärten von nach Arcen / NL

  1. Schließen des geschäftlichen Teils

Nach einer Gedenkminute für die Verstorbenen des Vereins erklärte der 1. Vorsitzende Herr Roth die Versammlung um 20.05 Uhr für offiziell beendet.

 

Zur großen Freude aller zeigte unser Mitglied Günter Keller anschließend noch einen mit Musik hinterlegten Film von unseren Aktionen im letzten Jahr. Das war ein wirklich gelungener Abschluss für unsere diesjährige Jahreshauptversammlung.

 

 

 

 

Infoabend am 27. 02. 2018                                                               Eilert Orth

Dieser Tag wurde zu einem kleinen Highlight des Obst- und Gartenbauvereins. Gärtnermeister Markus Nitzsche hielt seinen im vergangenen Jahr im November  ausgefallenen Vortrag zum Thema:

Fruchtreiche Bäume und Sträucher.

Er startete mit der Frage: „Warum werden unsere Obstbäume überhaupt geschnitten?“ Dazu erhielt er eine ganze Reihe sinnvoller Antworten, die darin mündeten, dass unsere Bäume gesundes Obst bringen sollen. Dafür benötigen sie ein stabiles Gerüst und viel Licht in der Krone und sie sollen auch nicht vergreisen.

Wesentlich ist, dass der Baum einen Zentraltrieb als höchste Spitze (Chef-Trieb) bekommt. Dieser muss nicht in der Mitte des Baumes stehen, sondern kann auch etwas seitlich ausgewählt werden, wenn der dortige kräftiger oder gesunder ist. Weil aber die Natur den höchsten Saftdruck ganz nach oben schickt, müssen die darunter stehenden Zweige so eingekürzt werden, dass sie etwa unter 60° stehen (Saftwaage). Alle weiteren Zweige sollen dann  gut von der Sonne beschienen werden können und sich gegenseitig nicht das so wichtige Licht wegnehmen.

Das beschienene Blattwerk produziert durch die Fotosynthese die notwendigen Stoffe für die Ernährung des Baumes und den Zucker für die erwarteten Früchte. Diese werden klein, bleiben grün und sind nicht süß, wenn sie voll im Schatten aufwachsen müssen.

An den mitgebrachten Ast-Beispielen führte Herr Nitzsche vor, wie man Gabelungen oder auf Astring schneidet. Auch Zweige, die durch Fruchtbehang des Vorjahres stark nach unten gekrümmt sind, zeigen bei vitalen Bäumen auf der Oberseite des Zweiges Jungtriebe. Diese werden in Folgejahr zu tragenden Zweigen, weshalb der hängende Teil  abgeschnitten wird.

Besonders wies er darauf hin, im Winter mehr mit der Säge auszulichten und im Sommer mit der Schere den Feinschnitt auszuführen. Dabei sollte aber bei unseren Kultur-Obstsorten ein max. Astdurchmesser von 8 – 10 cm nicht überschritten werden. Die neuere Forschung sagt, es sei besser die Wunde nicht zu verschließen, weil sich unter dem Baumwachs oft Schädlinge einnisten.

Schwere Äste erhalten zunächst von der Unterseite einen Sicherungsschnitt, bevor der Ast abgetrennt wird, damit die Rinde nicht einreißen kann.

Ein ganz wesentlicher Aspekt ist das Wachstumverhalten von allen Bäumen in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Schnittes.

Man kann bereits im Herbst nach dem Blattfall mit dem Schnitt beginnen. Dann treibt der Baum im nächsten Jahr den größten Wachstumsschub an den Ästen. Deshalb ist es nicht ratsam im Herbst oder Winter die sog. Wasserschosse zu schneiden, weil sie umso stärker nachwachsen.  Dafür ist die Zeit um „Johannes“, dem 24. Juni geeignet; denn da ist der geringste Wachstumstrieb.

Trägt man das Wachstum über der Zeitachse als Diagramm auf, so entsteht ein Dreieck, bei dem im Herbst der höchste Punkt liegt, der etwa zum 24. Juni, dem Johannistag  auf fast Null abfällt.

Dieses Muster gilt für alle Apfel-, Birn- und Pflaumenbäume, bei denen  die Früchte am zweijährigen Holz wachsen.

Als Ausnahmen wurden die Sauerkirsche, der Pfirsich , die Aprikose und die Mirabelle genannt, deren Blütenstände und Früchte am einjährigen Holz wachsen, d. h. bei diesen Bäumen ist ein Schnitt nach der Ernte möglich, bevor sich neue Jungtriebe bilden.

Ein Augenmerk ist auf die Süßkirsche zu richten. Sie mag überhaupt nicht gerne geschnitten  werden. Wenn solche, meist groß werdenden Bäume kleiner gehalten werden sollen, so sollte ca. zwei Monate nach der Ernte möglichst vorsichtig reduziert werden.

Weit über 20 Gartenfreunde waren an diesem Dienstagabend der Einladung zum Infoabend in der Gaststätte Lindenhof in Moitzfeld gefolgt. Das Interesse an den Ausführungen des Kölner Gärtnermeisters war bei den Zuhörern - in der wegen der Winterkälte doch relativ geringen Teilnehmerzahl - so ausgeprägt, dass Herr Nitzsche etliche Punkte mehrmals demonstrieren musste.

Zur Pflanzung junger Bäume führte er aus, dass hierbei immer eine genügend große (ca.  Ø 1 -1,2 m) Baumscheibe vorgesehen werden muss, die nicht von Gras überwachsen wird. In einen Rasen gepflanzte Jungbäume verhungern, weil das Gras ihnen die Nährstoffe wegnimmt.

Gegen die Wühlmaus sollte beim Pflanzen um den Wurzelballen ein dichtes Drahtnetz gelegt werden. Jedoch darf der Draht nicht verzinkt sein, weil solcher im Laufe der Jahre nicht verrottet, und die Baumwurzeln am Ausbreiten hindert.

Als nach gut zwei Stunden lebhafter Diskussion die Aufmerksamkeit etwas erlahmte und die ersten sich zum Aufbruch bereiteten, beendete unser Vorsitzender Herr Roth den Vortragsabend unter großem Beifall und mit großem Dank.

Zum Abschied bekräftigte Herr Nitzsche nochmal seine Bereitschaft, gerne einmal im Sommer für einen Vortrag zum Thema „Sommerschnitt“ wiederzukommen.

Und mit dieser frohen Gewissheit endete ein besonders aktiver Gesprächsabend.

 

 

 

OGV-Karnevalssitzung am 16. Januar 2018                                Lia Gebauer

Um gemeinsam Karneval zu feiern trafen sich die Jecken vom Obst- und Gartenbauverein Bensberg am Dienstag, 16. Januar im Lindenhof in Moitzfeld. Die OGV-Sitzung, das närrische Treiben begann pünktlich um 19.11 Uhr mit der traditionellen Eröffnungsrede unseres Vorsitzenden Dieter Roth „Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“ und heute war unser „Mecki“ auch äußerlich als Igel zu erkennen J.

Zur großen Freude aller hatte Monika Döring auch wieder (schon eine Tradition?) ihr Akkordeon mitgebracht, unterstütze damit die Büttenredner, stopfte die Löcher im Programm und animierte mit ihren Liedern zum Schunkeln und Mitsingen. Ohne Livemusik ist nur halb so schön!

Eilert Ohrt, unser 2. Vorsitzender, brach das Eis und traute sich als Erster in die Bütt. Er wollte gern in Urlaub fahren, aber sein Schwager machte ihm das Ziel so mies, dass Eilert am Ende dann doch zu Hause blieb. Und warum? Na klar: Der Schwager ist selbst dorthin gefahren.

Als nächster Showact folgte der Knaller, der längst zu Tradition der OGV-Sitzung geworden ist: Der Auftritt der Kindertanzgruppe „Wibbelstätzje“ aus Bärbroich. Die Mädchen wirbelten durch die Luft und heizten uns mit ihren heißen Rhythmen so richtig ein. Echt große Klasse!

Danach verirrte sich Lia Gebauer als Heimwerkerin zu uns in den Saal. Sie hatte mit ihrem Gatten tapeziert, war aber kläglich gescheitert. Als Trost für das gemeinsame Heimwerken bekam sie am Ende außer unserem Mitgefühl auch noch eine Rakete.

Nun stieg Ursel Ohrt in die Bütt und hielt einen unterhaltenden Vortrag zum Thema „Kuss“. Man merkte, dass Ursel bereits die Goldene Hochzeit hinter sich gebracht und viel Erfahrung mit diesem Thema hat.

Anschließend sprach Gatte Eilert noch mal vor und erzählte von seinen Erfahrungen zum Thema „Milchbehälter“ und deren Tücken.

Wer war denn der nächste Gast auf den Brettern, die die Welt bedeuten? Trude Herr alias Brigitte Scholtysek stieg extra zu uns hinunter. Leider war sie liebeskrank, hatte sie doch „Fieber“. Das Lied, der Vortrag - es war einfach nur köstlich. Wir haben es genossen!

Die Sitzung endete mit einem wahren Feuerwerk: Ein mehrköpfiges Orchester bewaffnet mit Luftpumpen spielte für uns tolle Stücke und erhielt dafür natürlich eine Rakete vom tosenden Publikum. Die Dirigentin Ute Jansen brachte die Künstler zu Hochleistungen. Es spielten:

Brigitte und Horst Scholtysek, Helga und Wilbert Michael, Gabi und Reinhold Rekun, Hans-Georg Faustmann und Ingrid von Pey sowie Bernd-Gregor Jansen,. Natürlich ließen wir die „Luftpumpen“ nicht ohne Zugabe gehen.

Kurzum, es war eine tolle Sitzung. Vielen Dank an alle, die zum Erfolg des Abends beigetragen haben. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

 

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